Von der Theorie zum Zapfhahn: 1. Brautag des P-Seminar Bierbrauen
,,Zwischen Durst und guter Wahl steht immer noch ein Hopfenstrahl“, mit diesen Worten wurde der Hopfen am 19. November, unserem 1. Brautag, feierlich zu unserem Gebräu hinzugegeben. Bis es allerdings zu diesem glorreichen Moment kommen konnte, musste vorher noch einiges an Arbeit geschehen:
Nachdem wir uns in den vorherigen P-Seminar Sitzungen geeinigt hatten unser Projekt am Buß- und Bettag durchzuführen, trafen wir uns pünktlich um 9 Uhr in der Cafeteria. Sobald wir alle benötigten Utensilien dort hingetragen hatten, konnte es auch schon losgehen. Direkt am Anfang stellte sich jedoch bereits das erste Problem heraus, denn das ausgewählte Rezept war auf den zweiten Blick gar nicht so praktisch, wie zuvor angenommen. So arbeiteten wir mit einer Mischung aus zwei verschiedenen Anleitungen. Nachdem diese Problematik geklärt war, konnten wir nun wirklich starten.
Zuerst musste das vorher abgewogene Malz geschrotet werden, was jeder einmal ausprobieren durfte, um schließlich mit dem Maischen zu beginnen. Während unser ,,Brauwasser-Malz-Gemisch“ auf verschiedenen Temperaturen ein wenig vor sich hin köchelte, nutzten wir diese sogenannten Rastphasen, in denen die Enzyme unsere Arbeit übernahmen, um einen passenden Namen für unser Weißbier zu finden. Zwischen ,,Hutschis Schaumkanone“ und ,,Hutschi und der Schaum der Weißen“ stimmten wir knapp für den Namen ,,Bildungsbunker Weiße“ ab. Danach stärkten wir uns noch mit einem frühen Mittagessen vom Döner und arbeiteten daraufhin ganz fleißig weiter. Denn jetzt erfolgte die Iod-Probe, um herauszufinden, ob die Enzyme ihre Arbeit auch gut gemacht hatten. Zum Glück fiel diese negativ aus, so konnten wir mit dem Abmaischen und Läutern weitermachen, bei dem die Würze vom Treber, also dem festen Überbleibsel, getrennt wurde. Der Treber, den man eigentlich auch essen könnte, fand bei einigen von uns eher die Funktion als Knete und sorgte so für ein paar Lacher.
Im Anschluss kam es dann endlich zu dem langersehnten, heroischen Moment: Der Hopfen wurde mit vorher erwähntem Spruch hinzugegeben. Damit war auch schon das meiste geschafft, denn daraufhin folgte nur noch ein Whirlpool für unser Gebräu, um den Hopfen und andere Trubstoffe aus der Würze zu filtern, schließlich das Abkühlen des Sudes und zuletzt das Hinzufügen der Hefe, damit unser Weißbier auch den gewünschten Geschmack entwickelte. Kurz nach 15 Uhr waren wir dann auch mit dem Aufräumen fertig und konnten somit unseren 1. Brautag erfolgreich abschließen.
In den nächsten Tagen besuchten wir unser gärendes Bier einige Male und berechneten den Alkoholgehalt, der mit 6,25% die gewünschten 5,5% etwas übertraf.
Ein großes Dankeschön geht an Herr Hutschenreuther, der dieses P-Seminar und somit auch diesen Tag ins Leben gerufen hat und uns damit einen schönen, spannenden, aber auch humorvollen Tag bescherte. Zusammengefasst kann man sagen, dass dieses Projekt etwas war, dass man unbedingt einmal miterlebt haben muss und trotz einiger Wartezeiten uns allen Spaß gemacht hat.
Jana Seidl für das P-Seminar "Bier brauen" von Herrn Hutschenreuther