Burkhart-Gymnasium
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Festakt zum zwanzigjährigen Bestehen der Schulpartnerschaft
mit dem Lycee Saint Michel de Picpus Paris
in Paris
Das zwanzigjährige Bestehen des Schüleraustauschs zwischen dem Burkhart-Gymnasium und dem Lycée St. Michel de Picpus wurde in Paris feierlich begangen. Landrat Alfred Reisinger und Schulleiter Oberstudiendirektor Martin Hobmeier waren mit einer kleinen Delegation an die Seine eingeladen worden. In einem Festakt in der Schule und mit einem Empfang bei der Bürgermeisterin des 12. Bezirks erhielt das Jubiläum einen würdigen Rahmen.
Altlandrat Ingo Weiß, der ehemalige Schulleiter, OStD a.D. Dr. Rudolf Enghofer, und die Fachbetreuerin für Französisch, Studiendirektorin Brigitte Blei-Pohmann, waren ebenfalls mit von der Partie. St. Michel de Picpus umfasst rund 4000 Personen - mit Kindergarten, Grundschule, dem Collège (etwa Sekundarstufe I) und dem Lycée. Der Leiter des Lycée und der Gesamteinrichtung, Pascal Balmand, erinnerte beim Festakt im Großen Theatersaal der Schule an die deutsch-französischen Beziehungen, den Wandel von der Erbfeindschaft zur Freundschaft. Die jungen Leute unterschieden sich in ihrem ganzen Verhalten immer weniger voneinander. Man müsse sich um neue Ideen bemühen und nicht immer nur an die Vergangenheit erinnern, sagte der Leiter der privaten Bildungseinrichtung in deutscher Sprache. OStD Martin Hobmeier stellte heraus, dass ein ehemaliger französischer Kriegsgefangener in Laberweinting die Partnerschaft zwischen dem Burkhart-Gymnasium und dem Lycée eingefädelt habe. Dr. Enghofer und der damalige Direktor Jacques Guérif hätten das deutsch-französische Band dann geknüpft. Altlandrat Ingo Weiß habe als Sachaufwandsträger und persönlich stets sein besonders Augenmerk auf die Beziehung gelenkt. Die Aufgabe der Jugend sei es, die deutsch-französische Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Am Burkhart-Gymnasium lernten über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler Französisch und bildeten dafür eine wesentliche Grundlage, dieses Ziel zu erfüllen. Die deutschen Gastschüler in Frankreich stellten mit ihren Gasteltern, mit den begleitenden Lehrkräften OStR Herbert Aumer und Karine Ferey auf dem Festakt den aktuellen Beweis für die funktionierende Beziehung dar. Am Festakt wirkten außerdem Gäste vom Berlin-Spandauer Freiherr-vom-Stein-Gymnasium mit, deren Direktor Wolfgang Seipel ebenfalls ein Grußwort an die Anwesenden richtete. Das Lycée, im Abitur-Ranking der Stadt Paris im Jahre 2003 an der Spitze, besitzt eine Theatergruppe mit voll angestelltem Regisseur. Die Aufführung von Jacques Offenbachs Operette „Die Insel Tulipatan" demonstrierte die hohe Spielkultur der Schauspieltruppe. Am folgenden Tag kamen die beiden Landräte und Direktor Hobmeier in den speziellen Genuss einer Stadtführung zu Fuß mit der hervorragenden Pariskennerin Mme. Diwo.
Am Abend gab die Bürgermeisterin des 12. Bezirks, Mme. Blumenthal, mit ihrem Schulreferenten einen Empfang für die deutschen Gäste. Landrat Alfred Reisinger stellte in seinem Grußwort fest, die Gruppen hätten sich bereits derart vermischt, so dass man nicht mehr sagen könne, wer Bayer, Berliner oder Franzose sei. Er überreichte die silberne Münze des Landkreises Straubing-Bogen und bezeichnete die Partnerschaft als Mosaiksteinchen beim Bau des Hauses Europa. Mit einem festlichen Abendessen klang das Jubiläum aus. Landrat Alfred Reisinger würdigte dabei die Leistungen der beteiligten Deutschlehrer auf französischer Seite mit kleinen Treuegeschenken des Landkreises. Dr. Rudolf Enghofer erinnerte daran, dass das Leben als eine Reihe von Begegnungen zu sehen sei, wobei sicherlich diese Partnerschaft für viele Menschen einen wichtigen Platz einnehme.