Naturwissenschaften

Biologie

Nano-Shuttle

 Allgemeine Laber-Zeitung, 05.05.2010

Nano-Shuttle landet am Gymnasium

Schüler in der Welt der Nanopartikel

Mallersdorf-Pfaffenberg. (ka) Das sogenannte „Nano-shuttle", ein Projekt des Clusters Nanotechnologie des Freistaates Bayern, entpuppte sich bei der Ankunft am Eingang des Burkhart-Gymnasiums dann doch als harmloser Kleinbus, mit dem der Diplomphysiker Andreas Heger und die Diplomchemikerin Kristin Kröker die Gerätschaften für ihre Vorträge transportieren. Sie kommen an Schulen in ganz Bayern, um Schülern die Nanotechnologie näher zubringen,  Physiklehrer Wilfried Spitzer hatte diesen Besuch eingefädelt. Die naturwissenschaftlichen Kurse in Q 11 und K 12 seiner Schule bekamen die Risiken und Chancen der neuen Technologie verständlich dargestellt und das wird im Unterricht sicher noch vertieft werden. Eingeladen, sich zunächst den Vortrag in der Aula der Schule anzuhören, waren auch die übrigen Schüler, Schulleiter Claus Gigl freute sich über das große Interesse. „Wir sind mitten drin in der Zukunft", meinte er in seinen begrüßenden Worten und wünschte dem jungen Publikum viele gute Eindrücke. Kristin Kröker begann ihre  Powerpointpräsentation mit der Antwort auf die Frage „Was ist Nanotechnologie?". Sehr anschaulich und mit vielen Bildern unterlegt war der Vortrag, so konnten auch die, die von naturwissenschaftlichen Fächern nicht so angetan sind, den Erklärungen gut folgen und ließen sich begeistern. Den erstaunten Schülerinnen und Schülern wurde aufgezeigt, dass die Technologie schon längst unseren Alltag beherrscht. Ob Textilerfrischer, Sonnencreme oder Kugelschreiber, alle enthalten Technik im Nanobereich. Aber die Möglichkeiten der Nanotechnologie seien noch längst nicht ausreichend erforscht, war zu erfahren. In naher Zukunft werde es beispielsweise möglich sein, Nanoroboter zu bauen, die Krebszellen vernichten könnten. Besondere Faszination übte das Rasterkraftmikroskop aus. Mit ihm können kleinste Strukturen auf Oberflächen sichtbar gemacht werden. Trotz der Begeisterung musste jedoch eingesehen werden, daß bei einem Anschaffungspreis von über Hunderttausend Euro es wohl noch eine Weile dauern wird, bis ein derartiges Gerät für den Physikunterricht zur Verfügung steht. Inzwischen warteten die verschiedenen Versuchsstationen auf die neugierig gewordenen Schüler. Sie konnten selbstständig mit nanotechnisch behandelten Stoffen experimentieren und solche auch herstellen. Interessant war der so genannte "Lotus-Effekt", der selbst im Versuch nachvollzogen werden konnte und besonders die Veränderung der Oberflächen von Alltagsgegenständen begeisterte die Schüler, wie etwa Fensterscheiben, die nicht mehr schmutzig werden oder Autolacke, die sich bei kleinen Kratzern selbst reparieren können.  Im Anschluss an Theorie und Praxis konnten sich die Schüler über mögliche Ausbildungsberufe in der Nanotechnologie informieren und selbst Fragen stellen, die von den beiden Fachleuten  fundiert beantwortet wurden.

 

A. Kammermeier

 

 


Fatal error: Call to a member function getFileName() on a non-object in /www/htdocs/w005a313/cms/service/include/classes/class.rex_article.inc.php(253) : eval()'d code on line 1070