Künstlerische Fächer

Willkommen in der Welt der Phantasie: Kunstunterricht!

Ziele und Inhalte des Faches Kunst

„Pflanzenphantasien“, Buntstifte, 7. Jahrgangsstufe

Die Entwicklung und Förderung der produktiv-künstlerischen Phantasie - eng verbunden mit der Ausbildung des Wahrnehmungsvermögens und der Befragung der visuellen Erscheinungsformen der Wirklichkeit - ist die vorrangige Aufgabe des Faches Kunst.
In dieser Einheit von Wahrnehmung, Reflexion und eigener bildnerischer Gestaltung werden die Schülerinnen und Schüler motiviert, die Bildwelten der Kunst, des Design, der Medien und der Jugendästhetik zu erleben, zu verstehen und sich aktiv mit ihnen in Beziehung zu setzen.

 

Sie erarbeiten sich in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 die Lernbereiche „Lebenswelten", „Kommunikation und Medien", „Architektur und Design" und „Bildende Kunst" sowohl bildnerisch-praktisch, indem sie zeichnen, malen, drucken, formen, bauen, schreiben, layouten, fotografieren und filmen, als auch wahrnehmend-reflektierend, indem sie betrachten, beschreiben, analysieren und interpretieren.
„Designerschuhe"

Ton, 12. Jahrgangsstufe

„Sehnsucht“, Buntstifte, 11. Jahrgangsstufe

Handlungsorientierte, entdeckende und sinnliche Lernprozesse ermöglichen einerseits die Erweiterung handwerklicher Fähigkeiten. Es entstehen Dinge mit Materialien, Werkzeugen und Geräten, deren Handhabung erst eingeübt werden muss, sei es der Umgang mit Feder und Tusche, Pinsel und Farben, Modellier- und Schnitzwerkzeug, der Druckpresse, der Digitalkamera, der Filmkamera und dem Bildbearbeitungsprogramm. Phasen des Ideensuchens, Findens und Auswählens wechseln sich ab mit Phasen des Ausprobierens, Experimentierens und Verwerfens.

Andererseits geht es im Kunstunterricht um weit mehr als die Vermittlung von Techniken.

 

Bildnerische Techniken und Ausdrucksformen sind wesentliche Voraussetzungen um eigene Gedanken, Ideen, Gefühle, Träume und Phantasien mit den geeigneten Mitteln - auch für andere - sichtbar werden zu lassen. Andere Menschen mit dem eigenen Tun, der eigenen Konzentration und Anstrengung erreichen und berühren zu können, ist mindestens genau so wichtig wie das gelungene Ergebnis.

 

Durch eigenes bildnerisches Tun erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungskraft, ihren Erfindungsreichtum, ihre Experimentierfreude, ihre Kreativität - aber auch die Fähigkeit zur Geduld, Beharrlichkeit, Ausdauer, Konzentration, zu divergentem und flexiblem Denken. Eigene künstlerische Gestaltungsarbeit stärkt zusätzlich die Abwehrkräfte gegen den bloßen Kulturkonsum, den die leicht und permanent verfügbare Medienwelt ermöglicht.

 

Die Kinder und Jugendlichen werden darin unterstützt, die vielen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entdecken, die in jedem einzelnen stecken. Das ist oftmals eine Forschungsreise ins Unbekannte und Ungewisse, bei der der Lehrer zwar meist die Richtung vorgibt, der Verlauf und die Ergebnisse dieser Reise aber so vielfältig und persönlich sind wie jeder der jungen Menschen. Es ist die Suche nach der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Ausdruck.

 

„Abstrakte Komposition", Wasserfarben, 10. Jahrgangsstufe

Das Fach Kunst vermittelt Basisqualifikationen für ein menschenwürdiges, erfülltes und gelingendes individuelles und gemeinschaftliches Leben und bietet den Schülerinnen und Schülern eine den ganzen Menschen fördernde Art produktiver Lebens- und Welterfahrung. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen, umfassenden Persönlichkeitsentwicklung.

Das Fach Kunst knüpft auch an die medial geprägte Erfahrungswelt der heutigen Heranwachsenden an. Fotohandys, Digitalkameras, Computer u.ä. gehören zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen.

Der Computer mit seinen Peripheriegeräten wie Digitalkamera, Scanner, Grafiktablett, Drucker usw. dient im Kunstunterricht einerseits als weiteres Werkzeug bei Gestaltungsaufgaben zur Bildkonstruktion, -bearbeitung und -manipulation, andererseits wird er als Medium, als Kulturtechnik behandelt, wobei die Implikationen und Folgen der Digitalisierung im Visuellen und Ästhetischen und über das Verhältnis von Medien und Wirklichkeit nachgedacht und diskutiert wird.

 

Theoretische und praktische Herangehensweisen an die Medien digitale Fotografie und digitale Filmgestaltung wirken einem naiven Bildverständnis entgegen und unterstützen die Schülerinnen und Schüler darin die digitale Bildsprache zu verstehen.

Sie befähigen sie zu erkennen, dass diese Medien auch ökonomischen und politischen Interessen dienen und Wahrnehmungsweisen und Lebensstil - insbesondere auch den eigenen - formen können. Durch eigenen produktiven Umgang mit digitalen Medien und Bildbearbeitung erfahren die Jugendlichen die schier grenzenlosen Möglichkeiten der Manipulierbarkeit des digitalen Bildes und lernen am Realitätsgehalt von Bildern, trotz deren vollkommen realistischer Bildsprache, zu „zweifeln".

 

Das Fach Kunst am Burkhart-Gymnasium

Im Schuljahr 2011/12 unterrichten im Fachbereich Kunst OStRin Michaela Rabien und StRin Nicole Renger.

 

Das Pflichtstundenmaß beträgt je nach Jahrgangsstufe eine bis zwei Wochenstunden und wird in diesem Schuljahr ergänzt durch einen Wahlunterricht „Filmgestaltung” und einen Wahlunterricht „Bildbearbeitung am PC”. In der Q11 und Q12 finden Kurse und Seminare, in der Kollegstufe Grundkurse und ein jahrgangsübergreifender Leistungskurs statt.

 

Drei Kunsträume und ein Filmstudio bieten gute Arbeitsbedingungen.

 

„Ägyptische Landschaft", Aquarell, 7. Jahrgangsstufe

Kulturelle Bildung ist wichtiger Bestandteil des gymnasialen Profils.

Das Fach Kunst trägt trotz des bedauerlich geringen Stundenmaßes wesentlich dazu bei.

 

Durch seine Vielfältigkeit bietet es zahlreiche Möglichkeiten für fächerverbindende Projektarbeit in allen Jahrgangsstufen z.B. mit Geschichte, Deutsch, Musik, Biologie, Physik oder den Fremdsprachen. Das Fach bringt seine ganz spezifischen Kompetenzen ein, z.B. bei der Erstellung von Bildern, Grafiken, Illustrationen, Ausstellungen, Animationen und Filmen.

 

Afrika-Projekt der Fächer Deutsch, Musik und Kunst in der 7. Jahrgangsstufe

Es ist in alle Vorhaben einbezogen, bei denen es um Visualisierung und Design geht, sei es bei der Erstellung von Logos für ein Schul-T-Shirt, für ein bestimmtes Fach oder für das 900-jährige Mallersdorfer Kloster-Jubiläum.

 

Arbeiten aus dem Kunstunterricht von Schülerinnen und Schülern prägen wesentlich das optische Erscheinungsbild des Jahresberichtes. Im Kunstunterricht werden die Dekoration der Aula für das Weihnachtskonzert und das Layout des Programmblattes für Schulkonzerte, den Tag der offenen Tür und die Weihnachtskarte der Schule erstellt. So leistet das Fach einen wesentlichen Beitrag zum Erscheinungsbild der Schule in der Öffentlichkeit. Hierzu gehört auch die regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben wie z.B. dem Jugendwettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken, dem Europäischen Wettbewerb oder dem cross media Wettbewerb der LAG Neue Medien.

Ein „großes" Bild für das Schulgebäude entsteht

Im Kunstunterricht hinterlassen die Schülerinnen und Schüler „Spuren" -Zeichnungen, Bilder, Plastiken, Modelle, Fotos und Filme - Werke, auf die sie zu Recht stolz sein können und denen sowohl innerhalb des Schulgebäudes in Gängen, Treppenhäusern, in der alten und neuen Aula und in der Mensa als auch außerhalb der Schule Raum gegeben wird.

Besucher beim Betrachten der Kunstausstellung am Tag der offenen Tür

Den Schülerinnen und Schülern des Burkhart-Gymnasiums steht seit vielen Jahren ein besonderes Forum für Ausstellungen zur Verfügung. Mit Unterstützung des Freundeskreises des Gymnasiums und der Krankenhausleitung konnte am 9. Juli 2008 bereits die 15. Jahresausstellung von Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht des Burkhart-Gymnasiums im Foyer des Kreiskrankenhauses Mallersdorf-Pfaffenberg eröffnet werden. Diese Ausstellung bietet jährlich einer breiten Öffentlichkeit Einblick in die vielfältige Arbeit im Kunstunterricht und den Schülerinnen und Schülern eine besondere Gelegenheit ihre künstlerischen Werke einem Publikum außerhalb der Schule zu präsentieren.

 

„Brieföffner" und „Figur", Holz, 13. Jahrgangsstufe