Gesellschaftswissenschaften

Fachschaft Geschichte

Lehrkräfte der Fachschaft

Prechtl Marcus, StR

Prechtl Michael, StR

Reill Josef, StD (Fachbetreuer)

Stahl Michael, StR

Vetter Albert, StD

Fachprofil des Faches Geschichte

(Auszüge aus dem Lehrplan)

Selbstverständnis des Faches

 „Die Schüler erlangen durch den Unterricht im Fach Geschichte vertiefte Erkenntnisse über Strukturen, Entwicklungen, Ereignisse und Persönlichkeiten, welche die Vergangenheit geprägt haben und damit auch das Leben in der Gegenwart beeinflussen. Sie erhalten einen Einblick in das Denken und Handeln der Menschen in früheren Zeiten. Ihnen wird bewusst, wie historisches Wissen entsteht, und sie entdecken das Faszinierende an der Beschäftigung mit der Dimension „Zeit".

 

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fördert die Bereitschaft, sich mit dem zeitlich und räumlich Fernen sowie dem Fremden und Ungewohnten auseinanderzusetzen und ihm mit Offenheit zu begegnen. Gleichzeitig erleichtert die Beschäftigung mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart die Orientierung der Schüler in ihrer eigenen Lebenswelt. Um die Zukunft mitzugestalten, bedarf es der Erkenntnis, dass die Gegenwart historisch bedingt ist."

 

Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung

„Das am Gymnasium vermittelte differenzierte Geschichtsverständnis umgreift regional- bzw. landes-geschichtliche Entwicklungen ebenso wie die deutsche Geschichte und gesamteuropäische bzw. welt-geschichtliche Aspekte.

 

Bei der unterrichtlichen Arbeit erhalten die Schüler auch einen Einblick in historische Forschungsmethoden und fachspezifische Vorgehensweisen zur Erschließung der Vergangenheit. Schrittweise werden sie zur selbstständigen problemorientierten Beschäftigung mit historischen Vorgängen befähigt und erlernen den reflektierten Umgang  mit Geschichtsvorstellungen in Vergangenheit und Gegenwart..."

 

Historische Methodenkompetenz, insbesondere die Fähigkeit zum überlegten Sammeln, Gliedern und Auswerten von Datenmaterial sowie zum rationalen Argumentieren, ist über den Fachunterricht hinaus von grundsätzlicher Bedeutung für die Lebensbewältigung. Analytisches Denken sowie die Bereitschaft, die Multikausalität von Erscheinungen und Ereignissen zu berücksichtigen, werden im Fach Geschichte besonders gefördert."

 

„Im Umgang für kulturelle Vielfalt mit der Geschichte entwickeln die Jugendlichen Verständnis für die unter-schiedlichen Lebensformen und Mentalitäten der Menschen in vergangenen Zeiten und damit auch für fremde Kulturen der Gegenwart. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für ihr eigenes Leben in einer von vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägten Gesellschaft.

 

Aus geschichtlichen Erkenntnissen heraus entwickeln die Schüler Möglichkeiten der eigenen Lebensorientierung, indem sie aus der reflektierten Betrachtung der Vergangenheit Prämissen für das eigene Denken und Handeln gewinnen. Für das Fach Geschichte ist dabei die Erziehung zu einer Haltung der Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber dem Neuen und Anderen auf der Grundlage klarer persönlicher Wertvorstellungen von besonderer Bedeutung."

 

Zusammenarbeit mit anderen Fächern

„Auf Grund des Gewordenseins aller Erscheinungen menschlichen Lebens besitzt das Fach Geschichte eine grundlegende Funktion im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit vielen Fächern. Es stellt geschichtliches Wissen bereit, das zu einem vertieften Verständnis vieler Inhalte auch anderer Unterrichtsfächer beiträgt."

 

„Die Zusammenarbeit mit dem Fach Sozialkunde drückt sich ab Jahrgangsstufe 10 in einer engen thematischen Abstimmung beider Lehrpläne sowie einem gemeinsamen Projekt in Jahrgangsstufe 10 aus."

Ziele und Inhalte

„In Jahrgangsstufen 6 mit 10 erhalten die Schüler einen an der Chronologie historischen Geschehens orientierten Überblick über die Epochen und Räume der Weltgeschichte, der seinen Schwerpunkt auf die Erarbeitung von Grundlinien deutscher und europäischer Geschichte legt, ab der Frühen Neuzeit aber auch zunehmend die weltpolitische Dimension aufgreift. Die Entwicklung eines chronologischen Bewusstseins schafft einen Ordnungsrahmen für die Vielfalt der historischen Phänomene."

 

„Der Geschichtsunterricht in den Jahrgangsstufen 11 und 12 konzentriert sich auf der Basis eines soliden Grundwissens stärker auf Strukturierungskonzepte wie Längs- und Querschnitte, Vergleiche und problemorientierte Fallstudien, welche die in den Jahrgangsstufen 6 mit 10 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten methodenorientiert und mehrperspektivisch in neuen Zusammenhängen zur Anwendung bringen und vertiefen. Das Fach Geschichte in den Jahrgangsstufen 11 und 12 erweitert die Allgemeinbildung der jungen Erwachsenen und gewährleistet eine sichere historische Orientierung. Die Wahl eines Seminars Geschichte eröffnet ihnen die Möglichkeit, sich wissenschaftsnah mit spezielleren, den Stoff des Lehrplans vertiefenden und ergänzenden Themen zu befassen."

 

„Zur Stärkung der fachlichen Grundlagen werden über alle Jahrgangsstufen hinweg fachspezifische Methoden vermittelt und ihre kompetente Handhabung wird eingeübt. Die Schüler begegnen dabei den unterschiedlichen Formen geschichtlicher Quellen und den jeweils angemessenen Auswertungsmethoden. Es wird auf eine altersgemäße und zugleich an Fachinhalten orientierte Abfolge in progressiver Anlage geachtet. Die Methodenkompetenz umfasst auch den sinnvollen Umgang mit neuen Medien und schließt die angemessene Nutzung moderner Präsentationsformen durch die Jugendlichen mit ein. Die differenzierte Betrachtung und Auswertung geschichtlicher Zeugnisse führt zur Wahrnehmung aus unterschiedlichen Perspektiven und ermöglicht dadurch die Einsicht in die Bedingtheit und Begrenztheit menschlich-historischer Erfahrungen. Der Geschichtsunterricht macht zudem die Grundphänomene von Veränderung und Kontinuität in der Zeit begreifbar. Auch dadurch hilft er den jungen Menschen bei der Suche nach eigenen festen Maßstäben."

 

„Der Vermittlung des Grundwissens, das Kenntnisse, Fertigkeiten und Haltungen umfasst, kommt im Fach Geschichte fundamentale Bedeutung zu. Mit den zentralen Begriffen, Daten, Namen und Zusammenhängen, die den Unterricht über die einzelnen Jahrgangsstufen hinweg prägen, erwerben die Jugendlichen eine fachterminologische und chronologische Grundlage historischen Bewusstseins, die das historische Kontinuum gliedern hilft und das Verständnis für zeittypische wie langfristige geschichtliche Strukturen vertieft. Die fachspezifische und fächerübergreifende Bedeutung des Grundwissens muss den Schülern über die Jahrgangsstufen hinweg durch sein Aufgreifen und seine Anwendung in immer neuen Zusammenhängen verdeutlicht werden. In gleicher Weise werden in progressiver Form die historischen Methoden- und Orientierungskompetenzen über die Jahrgangsstufen hinweg vermittelt und erweitert. Der Unterricht in der Oberstufe setzt das sichere Verfügen über das Grundwissen sowie seine altersspezifische Reflexion voraus.."

 

Lehrwerke

Klasse 6-10:    Geschichte und Geschehen (Bde 1-5), Ernst Klett-Schulbuchverlag

Q 11:                  Forum Geschichte 11, Cornelsen-Verlag

Q 12:                  Forum Geschichte 12, Cornelsen-Verlag (geplant)